Concordia in der Republik Moldau

republic-of-moldovaDie Republik Moldau gilt als das ärmste Land Europas. Zudem gehört das 1991 unabhängig gewordene Land zu den unbeliebtesten Reisezielen weltweit. Weiter ist die Republik mit einer starken Abwanderung konfrontiert. Diese hat zusätzlich einen negativen Einfluss auf die ohnehin schon gebeutelte Wirtschaft des Landes. Ein Land, welches neben der Abwanderung vor allem von Armut und Korruption geprägt wird. Die Aussichten sind dementsprechend nicht rosig. Und genau da setzt Concordia an. Die soziale Organisation möchte diesen, sich selbst überlassenen Menschen helfen. Die errichteten Sozial- und Familienzentren bieten den Leuten in Form von Nothilfe, einer Suppenküche und Notunterbringungen Unterstützung an. Zudem widmet sich ein mobiles Team den Notbedürftigen.

In Armutsregionen ist es enorm wichtig, dass eine soziale Organisation schnell, gezielt und unbürokratisch agieren kann. Es mangelt an allem. Nicht nur Nahrungsmittel und Kleider werden benötigt. Auch Saatgut, Brennholz und einfache Decken sind nicht ausreichend vorhanden. Ein unkonventionelles Projekt, welches sich jedoch bewährt hat, setzt genau dort an. Es handelt sich um die Nothilfe in Form von Nutztieren. Familien in Not werden Nutztiere Ziegen, Schafen, Kühen oder Pferden übergeben. Die Familien können mit den Tieren einen kleinen Hof eröffnen und sich zu einem Teil selbst ernähren. Das «Darlehen» zahlen sie zu einem späteren Zeitpunkt in Form von Jungtieren zurück.

Sehr gut greifen in der Republik Moldau auch die familienähnlichen Wohngemeinschaften. Die Kinder wurden, je nach Situation, mit Ihren Familien in eine Wohngemeinschaft gebracht oder aber aus der Familie genommen und in die Obhut einer Pflegefamilie gegeben. In diesen Familien leben dann maximal sieben Kinder und können durch das mit mehr Aufmerksamkeit gefördert werden. Trifft letzteres Szenario ein, wird die leibliche Familie des Kindes ebenfalls vom ausgebildeten Personal der Concordia unterstützt und begleitet. Für die Jugendlichen hat Concordia in der Landeshauptstadt Chisinau ein begleitetes Wohnheim eingerichtet. Dieses soll die Jugendlichen bei ihrem Weg in die Selbstständigkeit behilflich sein.

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